Männchen und Weibchen scheinen zufrieden zu sein. Von den Körnern gesättigt ist es wieder leichter, eine eisige Nacht zu überleben. Doch das friedvolle Bild hält nicht lange an. Wenn ein Schwarm von 20 oder 30 Zeißigen einfällt, werden sie den Platz räumen müssen.
Freitag, 27. Februar 2009
Zufriede Hakengimpel
Männchen und Weibchen scheinen zufrieden zu sein. Von den Körnern gesättigt ist es wieder leichter, eine eisige Nacht zu überleben. Doch das friedvolle Bild hält nicht lange an. Wenn ein Schwarm von 20 oder 30 Zeißigen einfällt, werden sie den Platz räumen müssen.
Schlacht am Buffet
Hakengimpel
Zwischen den kristallbedeckten, eisigen Zweigen flattert etwas. Der Farbtupfer scheint fremd zwischen den schneebedeckten Ästen. Der drosselgroße Hakengimpel ist die reinste Tropenpracht.
Schnell schwirrt er heran. Emsig hüpft er auf dem Schnee umher, das Gefieder aufgeplustert. Eiskristalle haben sich bei der Kälte über den Augen gebildet. Mit allen anderen Artgenossen genießt er das Körnermenü, das wir ihm anbieten.
Birkenzeisig
Ob wir die Freizeit draußen verbringen oder notwendiger Arbeit nachgehen, die Kälte macht uns wenig aus. Sind wir nicht harte Yukoner? Viele Leute sind für Stunden, manchmal für Tage, unter dem freien Himmel, trotz der Kälte von minus 30 Grad oder kälter. Irgendwann möchte dann aber jeder gerne zurück ins Warme. Auch wir freuen uns auf den warmen Holzofen, in dem die Scheite knistern.
Außerhalb unserer schützenden Wände herrscht weiter der Winter. Schneetreiben und noch kältere Temperaturen. Irgendwo suchen die gefiederten Bewohner des Waldes Schutz. Elster, Seidenschwanz, Meisen, Birkenzeisig, Häher, Spechte, Kreuzschnabel, der Hakengimpel und der kleine Sperling. Sie können nicht an einen wärmenden Ofen heran rücken - und wir stellen fest, wer wirklich die harten Yukoner sind.
Nordlicht

Die milden Tage des Januar hatten sich wieder verabschiedet. Nun fiel die Temperatur in den Nächten auf 35 bis 40 Grad minus. Für eine Woche gab es Sonnentage, mit blauem Himmel, kein Schneefall und klare Nächte.
Die schneebedeckten Fichten warfen lange Schatten, obwohl es fast Mitternacht war. Funkelnde Sterne nahmen der Nacht ihre unergründliche Schwärze. Da war ein Zauber in der eisigen Nordlandnacht. Der Himmel war zu einem pulsierenden Wesen aus Licht und Farben geworden. Leuchtende, grüne und silberne Bänder erstreckten sich von Horizont zu Horizont. Geisterhafte Fahnen wehten über den Hügeln, veränderten ihre Farben. Wie ein eisiger Feuerschein sprudelte es empor - ein aufwallender Lichtschweif, der sich bis zur Unendlichkeit auszudehnen schien und ebenso plötzlich wieder verschwand. Nordlicht!
Montag, 16. Februar 2009
Kolkrabe
Der Kolkrabe ist überall. Er ist intelligent, groß wie ein Bussard und gehört zu den Singvögeln. Vor einigen Jahren wurden bei einer Vogelzählung an der Müllhalde in Whitehorse zwischen 700 bis 900 dieser schwarzen Vögel gezählt.
Im Winter hat er die Hauptstadt des Yukon übernommen. Besonders auf den Parkplätzen vor den Supermärkten ist er anzutreffen. Sollte jemand seine Einkäufe auf die Ladefläche seines Autos gepackt haben und es für Minuten unbeobachtet lassen, sind sie da. Mit ihren klobigen Schnäbeln zerfetzen sie jede Verpackung, um an den Inhalt zu kommen. Von allen Seiten stürzen sie herbei und es werden immer mehr.
Im Winter hat er die Hauptstadt des Yukon übernommen. Besonders auf den Parkplätzen vor den Supermärkten ist er anzutreffen. Sollte jemand seine Einkäufe auf die Ladefläche seines Autos gepackt haben und es für Minuten unbeobachtet lassen, sind sie da. Mit ihren klobigen Schnäbeln zerfetzen sie jede Verpackung, um an den Inhalt zu kommen. Von allen Seiten stürzen sie herbei und es werden immer mehr.
Heizkabel
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