Samstag, 30. Juni 2012
Eisfelder
Mitte Juni!!!! Eisfelder an Dempster Highway. Gerade einmal einige Kilometer am Tombstone Park vorbei, strömen nun jenseits der Wasserscheide Flüsse und Bäche nach Norden, dem Mackenzie Fluss entgegen.
Dempster Highway
Den Tank mit Benzin gefüllt, war ich unterwegs nach Norden. Im Auto einige Gäste, die weit im Norden eine Flusstour beginnen wollten. Rund 500 Kilometer bis kurz vor Dawson City, dann beginnt die Schotterstraße. Der Dempster Highway wurde 1979 eröffnet.
Nicht nur leere Regale
Die Panikkäufe waren in vielen Geschäften zu spüren. Lebensmittel wurden mit dem Flugzeug eingeflogen. Plötzlich wurde vielen bewusst, das der Alaska Highway der einzige, wichtige Versorgungsweg war.
Nicht nur frische Lebensmittel fehlten. Als ich tanken wollte, musste ich eine Tankstelle suchen - den viele hatten schon keinen Sprit mehr.
Superstore
Der Alaska Highway war nördlich von Haines durch einen Erdrutsch gesperrt. Das kommt immer wieder im frühen Sommer einmal vor. Nur müssen alle Fahrzeuge warten, bis sie weiter nach Alaska können.
Dann wurde der Alaska Highway im Süden gesperrt, nördlich von Watson Lake. Schon sah alles anders aus. Denn alle Versorgung des Yukon, besonders aber von Whitehorse, konnte nur von dort kommen. Das Ergebnis waren Panikkäufe in den Supermärkten und so sahen die Regale im Superstore aus. Ein einmaliges Ereignis, das deutlich zeigte, wie abgeschieden der Yukon wirklich ist.
Chipmunk
Das kleine Streifenhörnchen genießt den Löwenzahn. Es knabbert wie besessen an den Stängeln. Die kleinen, putzigen Hörnchen gibt es nur im südlichen Yukon.
Löwenzahn
Die Blüten am Fox Lake sind wie ein Teppich. Doch es scheint nur so, als wäre Sommer. Es ist zu kalt für den Juni. Die Berge haben noch zu viel Schnee.
Abenteuerreiter
Der Juni begann kalt und abenteuerlich. Wir bekamen Besuch. Es war kein Bär, kein Elch, auch kein Luchs. Sondern Günter und Sonja. Wir spazierten zum Fox Creek. Das Gras war noch nicht richtig grün. Der Grizzly Mountain hatte noch viel Schnee und in den Bergen gab es bestimmt noch kein grünes Futter. Für wen? Für vier Pferde. Denn Günter und Sonja wollten durch den Yukon reiten. Ein wahnsinniges Unternehmen, wo es keine Wege, keine Pfade gibt? Durch dichten Wald mit Windbrüchen, durch Sumpf, Flüsse, vorbei an eisigen Seen. An dem Erfolg habe ich keinen Zweifel. Denn Günter begann seine lange Reise von der Südspitze in Argentinien. Sonja begleitet ihn seit Mexiko und zusammen haben sie schon die USA und einen Teil von Kanada durchquert. Nun sind sie bei uns, im Yukon, irgendwo an den Ausläufern der Mackenzie Mountains nach Norden unterwegs. Wenn ich neue Informationen habe, werde ich darüber schreiben. Wer mehr von diesen wirklichen Abenteurern erfahren möchte, kann ja einmal folgende Seite ansehen. www.abenteuerreiter.de
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