Sonntag, 13. Januar 2013

Freudenfeuer

Yukoner feiern oft. Gestern wurden wir zu einem "bonfire" eingeladen - einem Feuer im Freien. So ein Feuer kann es aus vielen Gründen geben und es ist nicht auf die Jahreszeit festgelegt.
Also nahe an die prasselnden Flammen, denn die Temperatur betrug -18°. Bier, Wein und andere Getränke waren vorhanden. Sitzgelegenheiten auch. Wem es zu kalt war, der hüllte sich in eine Decke.
Die Sterne flimmerten über uns. Das Holz knisterte. Die Unterhaltung war nett und einige Hunde liefen umher.
Morgen wird es fast warm werden. In Whitehorse sogar 2°. Plus! Aber auch sonst wird die Temperatur kaum unter -15° fallen - vorerst. Denn schon in wenigen Tagen soll es wieder kälter werden. Für Whitehorse -29°, Carmacks -35°, Mayo starker Schneefall und dann -39° und auch Dawson wird um die -35° bekommen.
Ein netter Abend - und nicht nur Kira wurde hundemüde.


 

Mittwoch, 9. Januar 2013

Moose

Auf der Fahrt zurück. .... ich kam da gerade einmal so vorbei ... als ich eine Bewegung sah. Es waren eigentlich zwei Bewegungen. Die Elchkühe, jede fast so groß wie ein Pferd, waren auch etwas überrascht. Nachdem sie davon preschten, scheu zwischen den Bäumen verharrten, blieb ich geduldig im Auto sitzen. Das karge Futter war für die Tiere Lockmittel genug. Sie stampften durch den Schnee zurück. Natürlich die falsche Kamera dabei - nicht die Moose, die Elche, sondern ich. Immerhin konnte ich sie lange beobachten, nur 25 bis 30 Meter entfernt.

   

Klondike Highway

Gestern wollte ich einmal nach unserer Post sehen. Es sind ja nur zwölf Kilometer bis zu unserem Schließfach, in der Nähe vom Deep Creek. Die Straße war gut fahrbar, auch wenn es etwas geschneit hatte. Die Sonne ging gerade hinter den Bergen unter. Es war 16.00 Uhr.

Sonntag, 6. Januar 2013

Kingston Mountain

Nun hoffe ich einmal, das ihr alle gut in das neue Jahr gekommen seid. Auf jeden Fall wünschen wir euch ein erfolgreiches 2013 - mit Glück, Zufriedenheit und vor allem Gesundheit.
Schon wieder dieser Berg, der ist doch schon oft genug zu sehen. Stimmt, wir müssen den Anblick täglich ertragen! Aber nicht jeden Tag steht der Halbmond gerade über dem stumpfen Gipfel. Das ist der Kingston Mountain, bekannter als Grizzly Mountain - für uns nur der "Hausberg".
Die ersten Sonnenstrahlen fallen auf die Flanken des Berges. Es ist fast 11.00 Uhr. Nach dem Wetterdienst geht in Whitehorse um 10.05 Uhr die Sonne auf, um 16.07 Uhr unter. Bei uns scheint die Sonne einige Minuten weniger. In Carmacks macht das schon fast 30 Minuten aus und in Dawson sogar eine Stunde. Die haben dort oben im Norden gerade einmal 5 Stunden Sonne am Tage.
Die Temperatur ist für uns im Moment angenehm. In der Nacht 20er, am Tage 10er Temperaturen. Whitehorse ist fast zehn Grad wärmer. Natürlich minus - wir haben ja noch Winter.


Montag, 31. Dezember 2012

Jahreswechsel

Veränderungen und Wechsel, groß oder klein, wird es immer geben. Bei uns hat sich in den letzten Tagen das Wetter verändert. Von -30° in gerade einmal 48 Stunden auf -3°. In Whitehorse war es sogar 0 Grad.
Der letzte Tag des Jahres. Blauer Himmel, Sonne, Wolken und Schatten im Wechsel. Der Blick auf den Bergkamm im letzten Tageslicht, bevor sich das Jahr dem Ende zuneigt.
Wir wünschen allen Freunden, Bekannten und Lesern einen guten Rutsch in das Jahr 2013.



Donnerstag, 20. Dezember 2012

Klar und kalt

Eine Stunde vor Mittag. Die Sonne zeigt sich und steht flach über dem Horizont. Zwischen den winterlichen Bäumen klammert sich noch Eisnebel fest. Dann entfaltet sich der Tag in ein Wunderland. Keine einzige Wolke am blauen Himmel. Die Bäume schwer mit Schnee beladen. Doch es ist kalt.
Wir hatten Glück in den letzten zwei Tagen. Minus 41 und 40 Grad. Noch weiter nördlich war es bitter kalt. Mayo soll heute die kälteste Nacht gehabt haben. Im Yukon? Nein. In Kanada? Nein. Der kälteste Ort - weltweit. Minus 47 Grad! Auch heute Nacht können sie diese Temperatur erwarten, genau wie Dawson.



Junger Hirsch

Pflanzenfresser haben es in dieser Jahreszeit besonders schwer. Der junge Maultierhirsch sucht im hohen Schnee nach Gräsern und Kräutern. Sonst frisst er Büsche und Zweige. Sein Instinkt leitet ihn, um zu überleben. Denn es ist nun wirklich wieder kalt geworden.