Donnerstag, 24. März 2011

Paprika


Eigentlich war es nur ein Gedanke, ohne wirklich an den Erfolg zu glauben. Samenkörner vom Paprika nehmen, in einen Blumentopf stecken und ans Fenster stellen. Nun bewundern wir das Ergebnis. Die erste Frucht zeigt sich.
Tomatensamen haben wir auch schon gesät. Auch wenn es noch mindestens zwei Monate dauern wird, bis wir die Pflanzen in das Gewächshaus umsetzen können. Sieht aber immer wieder ungewohnt aus, wenn wir gleichzeitig den hohen Schnee draußen sehen.

Eiszeit


Von den bisher 24 Tagen in diesem Monat hatten wir am Fox Creek 14 Nächte -30° und kälter.Damit hatte der März mehr kalte Nächte, als die eisigen Wintermonate Dezember, Januar, Februar. In Carmacks war es manchmal noch kälter.
Doch das scheint nun vorbei zu sein. Nur -17° am Morgen, 3° plus am Tage und es tropfte vom Dach, an dem sich nun Eiszapfen gebildet haben.

Mittwoch, 23. März 2011

Petro Canada


Downtown Whitehorse heute. Nur -9°C, während wir in der Nacht noch -25° hatten. Der Liter Normalbenzin ist auf $ 1.29,9 gestiegen. Die Probleme der Welt zeigen sich auch im Yukon. Nur könnte man darüber grübeln. Kanada exportiert Öl von Alberta nach den USA. Aus Libyen wird kein Öl eingeführt. Bei allen Tankstellen erfolgt der Preisanstieg zur gleichen Zeit.

Spur auf dem Fox Creek


Während ich draußen arbeitete, lag Kira in der schon kräftigen Sonne. Ihr dunkles Fell war sehr warm. Dann sprang sie hoch, Haare vom Nacken über den Rücken aufgerichtet. Sie bellte in die Richtung vom Bach. Ein Grund für mich, die Schneeschuhe zu holen.
Das Eis auf dem Bach hatte sich wie eine Mulde gesenkt. Die Schleifspur in der Mitte stammte von einem Otter. Die Tiere sind sehr verspielt und rutschen gerne durch den Schnee.

Elchspur zum Haus


Ungefähr 65 000 bis 70 000 Elche gibt es im Yukon. Das sind zwei Elche pro Person und noch einige mehr. Lange verfolgte ich die Spur und dieser kam nahe an unser Haus. Hinten links ist das freigeschaufelte Feuerholz zu erkennen, an dem ich noch einen Tag zuvor gesägt hatte.

Spuren


Elch und Luchs sind beide hervorragend für ihren Lebensraum ausgerüstet. Für den Elch gibt es kaum ein Gebiet, das er nicht durchwandern kann. Ob Sumpf oder Berge. Der hohe Schnee macht ihm nicht viel aus, doch er versucht, seine Energie zu sparen. In den Wintermonaten ernährt er sich hauptsächlich von Ästen, Zweigen, Rinde.
Der Luchs hat es dagegen im Winter leichter. Hier kreuzen sich sich die Spuren der beiden.

Moose Nuggets


Elk ist der nordamerikanische Hirsch. Moose der Elch. Nuggets sind die Goldkörner, die man im Yukon an Bächen und Seen finden kann. Und hier hat der Elch seine "Goldkörner" fallen lassen.

Hase und Luchs


Schneeschuhhase und Luchs sind eng miteinander verbunden. Nicht nur, weil der Luchs hauptsächlich von Hasen lebt. Die Anzahl der Tiere richtet sich nach einem Zyklus, der sich alle sieben Jahre wiederholt. Viele Hasen, viele Luchse. Vermindern sich die Hasen, werden nur wenige Luchse geboren. Beide Tiere sind hervorragend dem Winter und dem Schnee angepasst.
Hier sind die Pfotenabdrücke vom Luchs deutlich zu erkennen. Meine Schneeschuhe sind 150 cm lang.

Luchs


Schneeschuhhasen und Luchse gehören zusammen. Jäger und Gejagter. Trotzdem war ich überrascht, als ich die Spur vor mir sah. Während sich die Hunde durch den hohen Schnee mühten, war der Luchs fast darüber hinweg gelaufen. Vorne die Prankenabdrücke, wo er noch nicht einmal eingesunken war.

Jagdinstinkt


Bei Lucas, dem Labrador unserer Nachbarn, meldete sich der Jagdinstinkt. Mittlerweile hatte ich mir meine Schneeschuhe geholt und wir verfolgten zusammen die Spur. Ungefähr 500 bis 600 KG Elch waren hier durchgewandert. Er ist der gewaltigste aller Hirsche. Ein Schneeschuhhase war quer zur Spur gelaufen.
Hinten links die Miner`s Range, der Gebirgszug mit dem Grizzly Mountain rechts.

Gewaltiger Besuch


Immer wieder werde ich von Besuchern gefragt, wann und wo man Tiere sehen kann. Das lässt sich leicht beantworten. Zu jeder Zeit und überall. Doch dann wurde ich doch von der Elchkuh bei uns überrascht, die durch den Wald zog. Natürlich hatte ich keinen Fotoapparat dabei. Aber mit Kira betrachtete ich die Spur näher und wir waren beide begeistert.

Super A Foods


Porter Creek ist ein Stadtteil von Whitehorse, am Alaska Highway.Neben dem Lebensmittelladen gibt es auch eine Tankstelle. Für lange Monate betrug der Preis für einen Liter Normalbenzin $ 1.19,9. Doch das änderte sich im März.
Normalbenzin 1.25,9
Super (Premium) 1.31,9
Diesel 1.30,9

Sonntag, 13. März 2011

Sommerzeit


Nachbar Perry hält vor unserem Fenster wache. Der Husky liebt die wärmere Temperatur am Tage, denn wir hatten milde -16°!
Heute haben wir die Uhren auf Sommerzeit umgestellt. Hier nennt es sich Daylight Saving Time. Ein Begriff ist so falsch wie der andere. Sommerzeit bei dem Schnee? Die Temperatur in Carmacks betrug letzte Nacht -40,9° (normal wäre -18°). Whitehorse -34,7° (normal -12°) und bei uns am Fox Creek zeigte das Thermometer -40,5° an.
Nicht alle Provinzen in Kanada machen den Schwachsinn mit, die Uhren umzustellen. Besonders im Yukon macht das keinen Sinn. Im Winter dunkel, im Sommer hell. Und hell ist es bei uns nun lange. Sonnenaufgang für Whitehorse 8.25 Uhr und Sonnenuntergang 19.55 Uhr.

Freitag, 11. März 2011

33.3°C


März. Eigentlich Frühling. Wir haben in den letzten Tagen herrliche Sonnentage, mit blauem Himmel, oft ohne eine Wolke. Doch diese Temperatur habe ich noch nie im Yukon erlebt - und ich bin schon lange hier.
Den ganzen Monat hatten wir in einer Nacht einmal eine Temperatur von -26°.Sonst nur zwischen -32° und -39°. Wie heute.
Die aktuelle Temperatur und die Vorhersage für diese Nacht in den verschiedenen Orten:
Whitehorse, -26°, soll -30° werden.
Carmacks, -32°, soll -36° werden.
Mayo, -28°, soll -36° werden.
Und das ist die Temperatur bei uns - doch es wird kälter werden.